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Die Klimaerwärmung und Umweltprobleme überschreiten die Grenzen zwischen den Ländern der EU. Diese Herausforderung ist grenzübergreifend und kann deswegen nur grenzübergreifend gelöst werden. Der Effekt des Ausstiegs Deutschlands aus Atom- und Kohleenergie verpufft, wenn wir Strom aus den Nachbarländern importieren müssen, der unseren Ansprüchen nicht gerecht wird. Aus ökologischer Überzeugung und mit der Überzeugung, dass wir international handeln müssen, wollen wir daher eine Europäische Union, die sich dem Problem annimmt.


Das wollen wir erreichen:

Wälder und Wiesen sind das Herz unserer Natur. Wir wollen mehr Flächen renaturieren, statt wie derzeit durch Subventionen als Kulturland (potenziell landwirtschaftliche Fläche) zu erhalten. Europa trägt Verantwortung für die Urwälder. Wir denken vor allem an Regenwaldholz. Wir wollen streng prüfen, ob Importe illegal abgeholztes Holz enthalten und konsequent bestrafen. Diese Strafen soll die EU zum Erwerb und Schutz von Regenwald einsetzen.

Der Klimawandel ist ein globales Problem und muss mindestens auf der Ebene der EU bekämpft werden. Wir wollen den Emissionszertifikatehandels auf weitere Treibhausgase neben CO2 ausweiten. Alle relevanten Verursacher von Treibhausgasen wie Land- und Forstwirtschaft, Verkehr und Importe sollen in den Emissionshandel aufgenommen werden. Dadurch können wir die maximale Menge an Treibhausgasen in der EU festsetzen und nachhaltig verringern. Langfristig soll an die Stelle des EU-weiten ein globaler Emissionszertifikatehandel treten.


Umwelt- und Klimaschutz ist eine Frage der Generationengerechtigkeit!


Wir wollen einen europäischen Energiemarkt schaffen und die Standards uns Rahmenbedingungen in der EU angleichen. Der Anteil erneuerbarer Energien muss europaweit weiterhin steigen. Um überschüssige Energie zu Spitzenzeiten speichern zu können, wollen wir die Brennstoffzellentechnologie weiter erforschen und fördern. In der Kernfusionstechnologie sehen wir eine umweltfreundliche und sichere Energiealternative der Zukunft.

Die Verantwortung für eine leidensfreie Tierhaltung endet nicht an innereuropäischen Grenzen. Kurzfristig fordern wir ein verpflichtendes europäisches Tierschutzsiegel und mittelfristig einheitliche hohe Tierschutzstandards in der gesamten EU. Auch die Standards für Tiertransporte sollen europaweit angeglichen werden, damit kein Tier in Europa unnötig leiden muss. In-vitro-Fleisch sehen wir als sinnvolle Ernährungsalternative der Zukunft ohne jegliches Tierleid. Wir fordern ein Verbot der Qualzucht von Fischen und wollen das Tierleid in der Fischerei zum Beispiel durch größere Netzmaschen und die Vermeidung von Beifang minimieren. Zudem wollen wir gegen Überfischung vorgehen und fordern die erlaubten Fischmengen an die wissenschaftlichen Vorgaben anzupassen.

Die massenhafte Nutzung von Plastik führt in den Meeren zu massiven ökologischen Problemen. Wir wollen ein europäisches Recyclingsystem nach deutschem Vorbild einführen und mit einem selbstverpflichtenden globalen Abkommen unter europäischer Federführung der Umweltverschmutzung von Plastik den Kampf ansagen. Dafür wollen wir stärker mit der Wirtschaft insbesondere den Supermärkten zusammenarbeiten und neue Konzepte entwickeln. Außerdem fordern wir EU-Programme für die Erforschung von günstigen und abbaubaren Plastikalternativen und zur Entwicklung von Möglichkeiten, um Plastik und anderen Müll aus den Meeren zu entfernen.

Wenn andere auf Abschottung, auf Grenzen dicht, auf Zölle hoch setzen, müssen wir unser Bemühen für freien Handel in der ganzen Welt ausbauen.
Svenja Hahn